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Die Geschichte des Jiu Jitsu

Jiu Jitsu ist japanisch und bedeutet im übertragenen Sinn "sanfte Kunst".


Im mittelalterlichen Japan wurden die adeligen Ritter, die Samurai genannt wurden, an den Fürstenhöfen im klassischen Schwertkampf, dem "Ken Jitsu" ausgebildet, darüber hinaus lernten sie sich mittels "Jiu Jitsu" auch ohne Waffen zu verteidigen, wobei die Verteidigungstechniken nur durch das Fehlen des Schwertes als "sanft" zu bezeichnen waren.
Jede Schwertkampfschule hatte ihre eigene Stilrichtung der "sanften Kunst".
Ein einheitliches Jiu Jitsu System ist nicht belegt.

Tori Tor


Aus den vielen Stilrichtungen entstanden in der ersten Hälfte dieses Jahrhunderts moderne Sportarten wie Aikido und Judo, andere Richtungen nahmen Einfluß auf Karatestile, wieder andere gerieten in Vergessenheit.


Jiu Jitsu hat in Deutschland von allen asiatischen Kampfsportarten die längste Tradition.
Beim Flottenbesuch eines Kreuzers der japanischen kaiserlichen Marine anläßlich der Kieler Woche 1906 wurde dem deutschen Kaiser Wilhelm eine Selbstverteidigungsdemonstration japanischer Jiu Jitsu Meister gezeigt. Der Kaiser verfügte daraufhin, daß an der Militärkadettenanstalt (Offiziersschule) Jiu Jitsu Lehrer angestellt wurden. Bald darauf wurden in Kiel und Berlin die ersten Jiu Jitsu Vereine gegründet, diese Vereine existieren noch heute.

Ken Jitsu-Kämpfer

Anfang der zwanziger Jahre erlebte das Jiu Jitsu seine erste Blüte, geriet jedoch in den Wirren des zweiten Weltkrieges in Vergessenheit.
Nach dem Krieg war das Jiu Jitsu durch die Besatzungsmächte verboten.
Erst Ende der sechziger Jahre wurde die Selbstver-
teidigungskunst im Fahrwasser von Judo, Karate und Taekwondo wieder populärer. Mittlerweile hat das moderne Jiu Jitsu einen großen Stellenwert neben diesen sehr bekannten Sportarten.

Jiu Jitsu heute
Jiu Jitsu hat sich durch den Einfluß anderer Kampfsportarten wie:

Judowurf
Karateka Judo, Karate, Tae-kwon-do,
Kobudo, Arnis, Aikido, Kickboxen
und auch Wing Tsun

in seinen Verteidigungstechniken fortentwickelt und wurde in den vergangenen Jahren den modernen sportphysiologischen Erkenntnissen angepasst.


Jiu-Jitsu ist heutzutage eines der flexibelsten und vielfältigsten Selbstverteidigungssysteme der Welt.

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