Was man in Bremen besuchen sollte

Von Kathedralen, die vom Kriege verschont wurden, bis hin zu Mythen umwobenen Statuen und geheimnisvollen Mumien hat Bremen viel zu bieten. Ich erzähle Ihnen hier über die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Hansestadt im Norden Deutschlands:

Der Roland und der Bremer Dom am Markt

Mit Schwert und Schild bewaffnet thront die 1404er Rolandstatue über Bremens mittelalterlichem Marktplatz. Obwohl die Ritterfiguren des Mittelalters in ganz Deutschland verstreut sind, gilt der Bremer Roland als der älteste und repräsentativste seiner Art. Die stolze Darstellung des Kriegers schützt symbolisch Bremens Bürgerrechte und Unabhängigkeit seit der Zeit des Römischen Reiches. Sowohl der Platz als auch die Statue wurden 2004 als UNESCO – Weltkulturerbe aufgeführt.

Bremer Dom – Seit mehr als 1.200 Jahren hat eine Kirche den Bremer Hauptmarkt überblickt, obwohl der heutige Dom das Ergebnis einer turbulenten und kriegsgeplagten Geschichte ist. Die 789 hölzerne Kathedrale wurde bald durch eine Steinstruktur ersetzt, wurde aber mehrmals zerstört, bis ein Wiederaufbau aus dem 11. Jahrhundert den Grundstein für die heutige Kathedrale legte. Aber wieder haben Kriege Bremen verheert, die Kathedrale wurde 1901 rekonstruiert, um dann im Zweiten Weltkrieg erneut von Bombenangriffen der Alliierten getroffen zu werden. Kostspielige Umbauarbeiten wurden erst 1985 fertiggestellt. Geführte Touren geben einen tieferen Einblick in das imposante Bauwerk und die Plattform im obersten Turm des Südturms bietet den besten Blick auf die Bremer Innenstadt.

cathedral bremen

Die Bremer Stadtmusikanten

In Bremen gibt es viele Sagen und Legenden. Im Jahr 1819 veröffentlichten die Brüder Grimm eine Geschichte über eine unwahrscheinliche Gruppe von Freunden. Nachdem sie ihren Meistern einen Großteil ihres Lebens gedient haben, beschließen ein Esel, ein Hund, eine Katze und ein Hahn, es aufzugeben und sich auf ein Abenteuer auf die Suche nach Freiheit zu begeben. Ihr Ziel: nach Bremen reisen und dort Musiker werden. Das Märchen der Bremer Stadtmusikanten wird durch eine Bronzestatue Gerhard Marcks, die neben dem Rathaus errichtet wurde, verewigt. – Am Markt 11

Das Rathaus, das Schnoorviertel und die Böttcherstraße

Viele Bremer Sehenswürdigkeiten ragen um den Hauptmarkt herum vor und das Rathaus ist keine Ausnahme. Das prächtige Gebäude zählt zu den schönsten Rathäusern in ganz Europa und wurde 2005 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Ursprünglich im gotischen Stil erbaut, wurde das Rathaus 200 Jahre später mit filigranen Renaissance-Details geschmückt. Auch innen gibt es viel zu sehen, darunter Deutschlands ältestes Weinfass.

Das Schnoorviertel

Bremens ältestes Viertel ist ein Labyrinth von engen verwinkelten Gassen, gesäumt von Fachwerkhäusern aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Eine bunte Mischung aus Boutiquen, Künstlerwerkstätten, Goldschmieden und internationalen Restaurants bevölkert die Fußgängerzonen und schafft den idealen Rahmen für einen Shopping-Nachmittag mit authentischem Kunsthandwerk, das in Bremen eine lange Tradition hat.

Böttcherstraße

Diese charmante Gasse gabelt sich vom Marktplatz ab, der Name stammt von der Zeit, als die Küfer (Böttcher) hier lebten und arbeiteten. Die Häuser begannen zu verfallen, bis der Kaffeehändler Ludwig Roselius sie alle kaufte und von Grund auf neu baute. Er schuf ein homogenes Straßenbild aus Art-Deco- und roten Backsteingebäuden, in dem heute Handwerksbetriebe, Boutiquen, Museen und Künstlerateliers untergebracht sind. Wenn Sie aufblicken, werden Sie ein Glockenspiel aus 30 Meißener Porzellanglocken sehen, die folkloristische Lieder spielen.

Das Universum Bremen

Das Universum Bremen ist ein Wissenschaftsmuseum in Bremen. Besucher werden ermutigt, mit den meisten der etwa 250 Exponate zu interagieren. Es erhält jährlich durchschnittlich 450.000 Besucher.

Universum Science Center building in Bremen.

Es wurde im September 2000 in der Nähe der Universität Bremen eröffnet. Auf über 4.000 m² umfasst die Ausstellung Exponate zu einem der drei Themen Technik, Mensch, Natur. Das Gebäude des Wissenschaftszentrums mit seinen 40.000 Edelstahlprofilen ähnelt einer Mischung aus Wal und Muschel. Es wurde vom Bremer Architekten Thomas Klumpp entworfen.

Die Firma Universum Managementges. mbH betreibt das Wissenschaftszentrum als privates Unternehmen. Etwa 3,4 Millionen Menschen besuchten das Universum in den ersten sieben Jahren seit seiner Eröffnung.

2007 eröffnete das Universum einen großen Außenbereich, den EntdeckerPark, und ein neues Gebäude, die SchauBox. Im Gegensatz zum runden metallischen Bau ist die von Haslob Kruse und Partner und Schwanzlutscher & Co. entwickelte Schaubox kubisch mit einem rostroten Äußeren. Es wird für zusätzliche Ausstellungen genutzt, die jährlich wechseln.

Der EntdeckerPark, das 5.000 m² große Freigelände der Planungsgruppe Grün, bietet eine Vielzahl von Exponaten zum Anfassen, Landschaftselemente und einen 27 Meter hohen Turm, den Turm der Lüfte.

Das Konzept der Exponate und des Interior Designs wurde von Kunstraum GfK mbH, Hamburg und Archimedia, Stuttgart, realisiert.